Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politische Warnungen in Sachsen-Anhalt
Magdeburg/Erfurt () – Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) warnt vor dem Hintergrund starker Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Staatsstreich“. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte zuvor angekündigt, im Falle eines Wahlsieges 150 bis 200 Stellen in der Landesverwaltung neu besetzen zu wollen.
Maier sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ für dessen Sonntagausgaben, die Pläne der AfD stünden im krassen Widerspruch zur Rechtslage.
Beamte könnten nicht nach Gusto massenhaft ausgetauscht werden. Das deutsche Dienstrecht verlange bei Stellenbesetzungen eine sogenannte Bestenauslese nach klar definierten Anforderungsprofilen.
Darüber hinaus seien Beamte zur uneingeschränkten Verfassungstreue verpflichtet. Sie müssten sich durch ihr gesamtes Verhalten zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennen und aktiv für deren Erhaltung eintreten.
Es liege auf der Hand, dass Funktionäre des vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften AfD-Landesverbandes Sachsen-Anhalt diese Voraussetzung nicht erfüllen würden, fügte Maier hinzu.
Sollte sich die AfD über diese hergebrachten Prinzipien des deutschen Berufsbeamtentums hinwegsetzen, hätte das Züge eines Staatsstreichs.
Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, sagte dem RND: „Jeder Demokrat muss die Pläne der AfD als Drohung gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung verstehen.“ Was das bedeuten würde, lasse sich gut in den autokratisch regierten Ländern beobachten, die die AfD so sehr bewundert.
All das wäre nicht zum Wohle des Landes und der Bürger, sondern würde nur dem Machterhalt der AfD dienen. Die einzig richtige Konsequenz sei, die AfD gar nicht erst in die Nähe einer Regierungsmehrheit zu bringen, wenn einem das Land und die Freiheit etwas bedeuten.
Siegmund hatte der „Mitteldeutschen Zeitung“ gesagt, im Falle einer Regierungsübernahme könnten Stellen in der Landesverwaltung wie auch in landeseigenen Gesellschaften neu besetzt werden.
Gemeint sind demnach nicht nur Ministerposten und Staatssekretäre sowie deren Stäbe, sondern auch Leitungsposten auf der Arbeitsebene und Chefposten anderer Einrichtungen des Landes. In einer Umfrage des Instituts Infratest lag die AfD in Sachsen-Anhalt zuletzt bei 41 Prozent und nähert sich damit einer absoluten Mehrheit im Parlament.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Georg Maier (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Thüringens Innenminister Georg Maier warnt vor einem "Staatsstreich" durch die AfD.
- AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund plant, bei einem Wahlsieg 150 bis 200 Stellen in der Landesverwaltung neu zu besetzen.
- Maier betont, dass diese Pläne im Widerspruch zur Rechtslage und den Anforderungen des deutschen Dienstrechts stehen.
Warum ist das wichtig?
- Warnung vor möglichen negativen Auswirkungen der AfD-Pläne auf die Demokratie
- Bedeutung der Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit und Dienstrecht für die Stabilität der Verwaltung
- Notwendigkeit, die AfD von einer Regierungsmehrheit abzuhalten, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu sichern
Wer ist betroffen?
- Beamte in der Landesverwaltung
- Funktionäre der AfD
- Bürger des Landes
Zahlen/Fakten?
- AfD in Sachsen-Anhalt bei 41 % in Umfrage
- 150 bis 200 Stellen in der Landesverwaltung sollen neu besetzt werden
- Beamte sind zur Verfassungstreue verpflichtet
Wie geht’s weiter?
- AfD könnte bei Wahlsieg Stellen in Landesverwaltung besetzen
- Warnung vor drohendem Staatsstreich durch AfD-Pläne
- Notwendigkeit, AfD von Regierungsmehrheit fernzuhalten
- Bulgarien gewinnt mit Dara den Eurovision Song Contest - 17. Mai 2026
- Handwerkspräsident fordert Umdenken bei beruflicher Bildung - 17. Mai 2026
- Deutschland beim ESC Vorvorletzter - 17. Mai 2026
