Uschi Glas fühlte sich von Jungem Deutschen Film erpresst

15. Mai 2026
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Uschi Glas fühlte sich von Jungem Deutschen Film erpresst

Kultur - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Uschi Glas über verpasste Chancen

() – Schauspielerin Uschi Glas äußert sich enttäuscht über verpasste Chancen beim Jungen Deutschen Film um Fassbinder, Wenders und Herzog. Obwohl sie mit „Zur Sache, Schätzchen“ den Publikumshit der 68er-Bewegung gedreht habe, sei sie systematisch ausgeschlossen worden, sagte Glas der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Das lag nach ihren Worten an ihrer politischen Haltung. „Ich wollte mich von niemandem vereinnahmen lassen, von keiner Seite. Der Junge Deutsche Film war komplett links“, so Glas. Die Ablehnung sei ihr gegenüber offen kommuniziert worden: „Ich habe zu denen gesagt, dass ich mir weder ein Arafat-Tuch umwickle noch den Kommunismus oder die DDR bejuble. Damit war ich draußen. Das haben die mir ausdrücklich so gesagt.“

Glas empfand den Druck damals als Nötigung. „Ich hätte meine Seele nicht verkaufen können. Ich fühlte mich wirklich erpresst.“ Dass sie keine Rollen im Arthouse-Kino ihrer Zeit mehr erhielt, habe sie hingenommen. Allerdings habe sie nicht geglaubt, dass die Regisseure ernst machen. Sie dachte, die werden mich schon holen, immerhin hatte sie gerade den erfolgreichsten Film der 68er-Bewegung gemacht.

In der Folge konzentrierte sich Glas auf kommerzielle Unterhaltungsfilme. „Ich wollte immer gute Filme machen, interessante Rollen spielen. Aber ich habe meinen Beruf nie zur Selbstverwirklichung ausgeübt. Das war auch mein Einkommen“, sagte Glas. „Nachdem ich bei den jungen Regisseuren keine Rollen mehr bekam, spielte ich einige Jahre lang in Filmen, die man spöttisch – und zu Unrecht – `Opas Kino` nannte, Paukerfilme, Komödien, die beim Publikum großen Anklang fanden.“

Die heutige Debatte darüber, ob man noch seine Meinung sagen dürfe, erinnere sie stark an die damalige Zeit. „Was im Moment politisch los ist, ist mir überhaupt nicht fremd. Vieles davon erinnert mich an die 68er“, sagte sie.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Uschi Glas (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Uschi Glas äußert Enttäuschung über verpasste Chancen beim Jungen Deutschen Film.
  • Sie wurde aufgrund ihrer politischen Haltung systematisch ausgeschlossen.
  • Glas empfund es als Nötigung und wandte sich kommerziellen Unterhaltungsfilmen zu.

Warum ist das wichtig?

  • Thematisiert verpasste Chancen für Künstler mit abweichenden politischen Ansichten.
  • Verdeutlicht den Druck und die Nötigung innerhalb der Filmbranche.
  • Zieht Parallelen zur heutigen Diskussion über Meinungsfreiheit.

Wer ist betroffen?

  • Uschi Glas
  • Junge Deutsche Filmbewegung
  • Regisseure der 68er-Bewegung

Zahlen/Fakten?

  • Uschi Glas war systematisch vom Jungen Deutschen Film ausgeschlossen.
  • Sie drehte "Zur Sache, Schätzchen", einen Publikumshit der 68er-Bewegung.
  • Sie erhielt keine Rollen im Arthouse-Kino und konzentrierte sich auf kommerzielle Unterhaltungsfilme.

Wie geht’s weiter?

  • Uschi Glas äußert ihre Enttäuschung über verpasste Chancen beim Jungen Deutschen Film.
  • Sie glaubt, dass ihre politische Haltung sie von wichtigen Rollen ausgeschlossen hat.
  • Die aktuelle Debatte über Meinungsfreiheit erinnert sie an die 68er-Zeit.
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