Bremen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sicherheitspolitik in Niedersachsen und Finnland
Hannover () – Die Innenminister von Niedersachsen, Thüringen und Bremen haben nach einer gemeinsamen Delegationsreise nach Finnland eine positive Bilanz gezogen und zugleich deutliche Forderungen an die Bundesregierung gerichtet. Die Reise habe wichtige Lehren und Denkanstöße für den Bevölkerungsschutz in Deutschland geliefert, teilte das Niedersächsische Innenministerium am Donnerstag mit.
Im Mittelpunkt der Gespräche mit finnischen Sicherheitsbehörden stand das Konzept der „Preparedness“ und der „Comprehensive Security“.
Die Finnen seien auf kriegerische Angriffe und Katastrophen so gut vorbereitet wie kaum ein anderes europäisches Land. „Jeder leistet dort ohne zu klagen seinen Beitrag. Da haben wir in Deutschland erheblichen Nachholbedarf“, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier.
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens forderte den Bund auf, endlich eine gemeinsame Zivilschutzstrategie zu entwickeln: „Passiert ist bisher deutlich zu wenig.“
Ein weiterer Schwerpunkt der Reise waren hybride Bedrohungen, insbesondere durch Russland. Die Delegation zeigte sich zudem beeindruckt von der finnischen Schutzrauminfrastruktur.
In Helsinki besuchten die Politiker eine Bunkeranlage, die in Friedenszeiten als Sportstätte dient und innerhalb von 72 Stunden Schutz für bis zu 6.000 Menschen bieten kann. Die drei Länder wollen die Erkenntnisse nun in einen gemeinsamen Beschlussvorschlag für die Innenministerkonferenz im Juni einbringen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Daniela Behrens (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Innenminister von Niedersachsen, Thüringen und Bremen ziehen positive Bilanz nach Delegationsreise nach Finnland.
- Forderung an die Bundesregierung für eine gemeinsame Zivilschutzstrategie.
- Delegation zeigt sich beeindruckt von Finnlands Schutzrauminfrastruktur und bereitet gemeinsamen Beschlussvorschlag vor.
Warum ist das wichtig?
- Verbesserung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland
- Notwendigkeit einer gemeinsamen Zivilschutzstrategie
- Erkenntnisse aus Finnland können Sicherheitsinfrastruktur stärken
Wer ist betroffen?
- Innenminister von Niedersachsen, Thüringen und Bremen
- Bundesregierung
- finnische Sicherheitsbehörden
Zahlen/Fakten?
- Finnland hat eine Bunkeranlage, die innerhalb von 72 Stunden Schutz für bis zu 6.000 Menschen bieten kann.
- Es gab Gespräche über hybride Bedrohungen, insbesondere durch Russland.
- Niedersachsen fordert eine gemeinsame Zivilschutzstrategie vom Bund.
Wie geht’s weiter?
- Entwicklung einer gemeinsamen Zivilschutzstrategie durch den Bund
- Einbringung der Erkenntnisse in Beschlussvorschlag für Innenministerkonferenz im Juni
- Weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland
