Gasspeicher bleiben leer – Betreiber fürchten Knappheit im Winter

12. Mai 2026
1 min Lesezeit

Gasspeicher bleiben leer – Betreiber fürchten Knappheit im Winter

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Gasspeicherstände in Deutschland sinken

() – Die Gasspeicher in sind so wenig gefüllt wie seit vier Jahren nicht mehr – und den Enerieunternehmen fehlt offenbar jeder Anreiz, daran etwas zu ändern.

Am 1. Mai lag der durchschnittliche Speicherfüllstand in Deutschland lediglich bei rund 26 Prozent – ein Niveau, das zuletzt im Krisenjahr 2021/2022 erreicht wurde, teilte die Initiative Energien Speichern (Ines), ein Zusammenschluss von Betreibern deutscher Gas- und Wasserstoffspeicher, am Dienstag mit.

Aufgrund der stark gestiegenen Preise wollen die Marktakteure derzeit kein Gas auf dem Großmarkt kaufen und einspeichern – denn für den Winter kann derzeit in der Theorie viel günstiger eingekauft werden. Das Problem: Es könnte die Situation eintreten, dass Gasversorger im Winter dann zwar einen Anspruch auf Lieferung haben, das Gas aber physisch nicht vorhanden ist.

„In einem kalten Szenario mit einem Temperaturniveau des Referenzjahres 2010 zeigen die Analysen Versorgungsknappheiten“, teilte Ines am Dienstag mit. In diesem Fall könnten in den Monaten Januar, Februar und März 2027 Unterdeckungen von insgesamt 20 TWh auftreten. In den Modellrechnungen kann demnach an einzelnen Tagen sogar über 35 Prozent des Gasverbrauchs nicht mehr gedeckt werden.

Der Markt kauft derzeit Gas auf dem Großmarkt in einem Umfang ein, der eine Befüllung der Gasspeicher von 76 Prozent bis zum 1. November erwarten lässt. Die Speicherbetreiber sind diesbezüglich weiter skeptisch, ob das ausreicht: „Wir wissen bereits aus dem letzten Winter, dass eine Buchungs- und Befüllungssituation in Höhe von 76 Prozent nur reicht, wenn das Wetter mitspielt.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gasspeicher (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Gasspeicher in Deutschland sind auf 26 Prozent gefüllt, das niedrigste Niveau seit 4 Jahren.
  • Energieunternehmen kaufen derzeit aufgrund hoher Preise kein Gas für die Einspeicherung.
  • Prognosen zeigen mögliche Versorgungsengpässe im Winter 2027.

Warum ist das wichtig?

  • Aktuell niedrige Füllstände der Gasspeicher erhöhen das Risiko von Versorgungsengpässen im Winter.
  • Preisentwicklung führt dazu, dass Unternehmen kein Gas für die zukünftige Versorgung einkaufen, was die Situation verschärfen könnte.
  • Unsicherheiten bzgl. Wetterbedingungen können die Speicherverfügbarkeit weiter negativ beeinflussen.

Wer ist betroffen?

  • Energieunternehmen
  • Gasversorger
  • Marktakteure

Zahlen/Fakten?

    1. Mai: Speicherfüllstand in Deutschland bei rund 26 Prozent
  • Unterdeckungen von insgesamt 20 TWh in den Monaten Januar, Februar und März 2027 möglich
  • Erwartete Speicherfüllung bis 1. November: 76 Prozent

Wie geht’s weiter?

  • Energiemarkt kauft derzeit Gas zur Speicherbefüllung ein
  • Speicherfüllstand könnte bis 1. November auf 76 Prozent steigen
  • Skepsis der Speicherbetreiber hinsichtlich Wetterbedingungen für ausreichende Versorgung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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