Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Veränderungen in Thüringen 2024
Erfurt () – Thüringen hat im vergangenen Jahr erstmals seit 2016 wieder einen negativen Wanderungssaldo verzeichnet. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilte, standen 50.821 Zuzügen über die Landesgrenze 51.511 Fortzüge gegenüber, woraus sich ein Wanderungsverlust von 690 Personen ergab.
Im Jahr 2024 hatte der Freistaat noch ein Plus von 4.515 Personen aufgewiesen, der Rückgang beträgt damit 5.205 Personen.
Ursächlich für die negative Bilanz ist demnach ein deutlicher Rückgang der Zuzüge um 6.966 Personen oder 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Zahl der Fortzüge mit einem Minus von 1.761 Personen oder 3,3 Prozent weniger stark sank. Gegenüber den anderen Bundesländern wies Thüringen wie in den Vorjahren einen negativen Saldo von minus 6.051 Personen auf.
Die größten Verluste gab es gegenüber Nordrhein-Westfalen (minus 1.285 Personen), Sachsen (minus 1.081 Personen) und Bayern (minus 742 Personen).
Der positive Wanderungssaldo gegenüber dem Ausland belief sich auf 5.361 Personen, reichte aber nicht aus, um die Binnenwanderungsverluste auszugleichen. Die höchsten Zuzugsüberschüsse aus dem Ausland verzeichnete Thüringen mit der Ukraine (plus 1.595 Personen), Syrien (plus 1.239 Personen) und Indien (plus 1.084 Personen).
Die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland sank im Vergleich zu 2024 um 19,5 Prozent.
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