Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Bahnsicherheit und Respektkampagne in Berlin
Berlin () – Die Deutsche Bahn fordert von ihren Fahrgästen mehr Respekt – und wird neben Bodycams künftig auch auf Tonaufnahmen in den Zügen setzen.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar – Auch für alle in Uniform“ steht ab sofort auf Plakaten in Bahnhöfen und Zügen. Das Motiv solle Fahrgäste aufrütteln, die steigenden Übergriffe gegen Bahnmitarbeiter einzudämmen, teilte der Staatskonzern am Dienstag mit.
Bei der Vorstellung der Kampagne wurde an den tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter erinnert, der mittlerweile drei Monate her ist. „Ich bin immer noch traurig und schockiert über den Tod von Serkan Calar“, sagte Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Der immer weiter zunehmenden Zahl von Beleidigungen und Angriffen setze man nun „ein klares Signal entgegen“. Dass die Würde des Menschen unantastbar ist gelte auch bei der Ticketkontrolle und auch wenn der Zug Verspätung hat. „Wer eine Uniform trägt, verdient Respekt und Anerkennung.“
Bahn-Chefin Evelyn Palla sagte: „Respekt ist die Grundlage für Sicherheit. Mit unserer Kampagne setzen wir ein klares Zeichen: Gewalt und Übergriffe haben bei der Bahn keinen Platz.“
Die Kampagne ist Teil des vor einigen Wochen auf dem Sicherheitsgipfel beschlossenen „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene“. Die erste Bilanz falle nach zwei Monaten positiv aus, so die Bahn: Insgesamt seien schon rund 2.000 Bodycams konzernweit im Einsatz. Noch 2026 sollen alle Bahn-Mitarbeiter mit Kundenkontakt, die das wollen, eine Bodycam bekommen.
Weil Tonaufnahmen die deeskalierende Schutzwirkung der Bodycams angeblich erweitern, plant die Bahn außerdem Audioaufzeichnungen im dritten Quartal dieses Jahres zu testen. DB Regio hat außerdem ein Pilotprojekt zur Doppelbesetzung im Nahverkehr gestartet, sowie in den letzten 12 Monaten die Anzahl ihrer Sicherheitskräfte von 4.500 auf 5.000 Personen erhöht.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Patrick Schnieder und Evelyn Palla am 05.05.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Deutsche Bahn fordert mehr Respekt von Fahrgästen und plant Bodycams sowie Tonaufnahmen in Zügen.
- Kampagne soll gegen steigende Übergriffe auf Bahnmitarbeiter sensibilisieren.
- Positive Bilanz nach zwei Monaten: 2.000 Bodycams im Einsatz und Erhöhung der Sicherheitskräfte.
Warum ist das wichtig?
- Erhöhung der Sicherheit für Bahnmitarbeiter durch mehr Respekt und Schutzmaßnahmen
- Eindämmung der steigenden Übergriffe und Gewalt gegen Personal
- Klare Signalwirkung der Kampagne zur Verbesserung des Verhaltens der Fahrgäste
Wer ist betroffen?
- Fahrgäste der Deutschen Bahn
- Bahnmitarbeiter
- Sicherheitskräfte der Bahn
Zahlen/Fakten?
- Rund 2.000 Bodycams im Einsatz
- Erhöhung der Sicherheitskräfte von 4.500 auf 5.000 Personen
- Audiotests für Tonaufnahmen im dritten Quartal 2023 geplant
Wie geht’s weiter?
- Test von Audioaufzeichnungen im dritten Quartal 2023
- Weitere Bodycams bis 2026 für alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt
- Pilotprojekt zur Doppelbesetzung im Nahverkehr begonnen
