Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Internationale Beziehungen zwischen Iran und Russland
St. Petersburg () – Irans Außenminister Abbas Araghchi hat sich in St. Petersburg mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete am Montag, Putin habe das iranische Volk als „mutig und heldenhaft“ bezeichnet, es kämpfe für seine Souveränität.
Russland sei bereit, „alles in seiner Macht Stehende zu tun, um so schnell wie möglich Frieden im Nahen Osten zu schaffen“ und beabsichtige, die „strategischen Beziehungen zum Iran“ fortzusetzen.
Zuvor hatte Araghchi während eines Besuchs in Pakistan eine Liste mit Teherans „roten Linien“ übergeben, die an die USA weitergeleitet werden sollten. Diese umfassten unter anderem das iranische Nuklearprogramm und die Situation in der Straße von Hormus. Araghchi sprach von „guten Konsultationen mit unseren Freunden in Pakistan“, es sei „glücklicherweise ein sehr erfolgreicher Besuch“ gewesen.
Vor dem Weiterflug nach Russland hatte er außerdem einen kurzen Zwischenstopp im Oman eingelegt, einem, wie er sagte, „befreundeten Nachbarland, das in diesem Krieg eine sehr positive Position eingenommen hat“. Weil Iran und Oman beide Anrainerstaaten der Straße von Hormus sind, seien Konsultationen zu diesem Thema „unerlässlich“. Die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus sei „ein wichtiges globales Anliegen, und als zwei Anrainerstaaten dieser Meerenge müssen wir eng zusammenarbeiten, um unsere gemeinsamen Interessen zu wahren“, so der iranische Außenminister. „Glücklicherweise gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen uns und Oman, und es wurden Vereinbarungen getroffen, die Konsultationen auf Expertenebene fortzusetzen.“
Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran waren am Wochenende ins Stocken geraten, nachdem US-Präsident Donald Trump die Reise seiner Gesandten nach Pakistan abgesagt hatte.
Unterdessen soll der Iran laut US-Medienberichten hinter den Kulissen einen neuen Vorschlag unterbreitet haben, der die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsieht. Teheran soll von Washington allerdings verlangen, den Krieg zuerst zu beenden und Garantien zu geben, dass er nicht wieder aufgenommen wird – erst danach sollen Verhandlungen beginnen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wladimir Putin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Irans Außenminister Abbas Araghchi trifft sich mit Wladimir Putin in St. Petersburg.
- Putin bezeichnet das iranische Volk als "mutig und heldenhaft" und bietet Unterstützung für Frieden im Nahen Osten an.
- Gespräche zwischen den USA und Iran stocken nach der Absage einer US-Delegation.
Warum ist das wichtig?
- Stärkung der strategischen Beziehungen zwischen Russland und Iran ist wichtig für regionale Stabilität.
- Sicherheit der Straße von Hormus ist ein globales Anliegen, das enge Zusammenarbeit erfordert.
- Iran sucht durch Konsultationen und Vorschläge nach Lösungen für Konflikte im Nahen Osten.
Wer ist betroffen?
- Iranisches Volk
- US-Präsident Donald Trump
- Anrainerstaaten der Straße von Hormus
Zahlen/Fakten?
- Putin bezeichnet das iranische Volk als "mutig und heldenhaft"
- Russland möchte Frieden im Nahen Osten schaffen und die strategischen Beziehungen zum Iran fortsetzen
- Iran und Oman arbeiten an Konsultationen zur sicheren Durchfahrt in der Straße von Hormus
Wie geht’s weiter?
- Fortsetzung der strategischen Beziehungen zwischen Russland und Iran
- Friedensbemühungen im Nahen Osten intensivieren
- Konsultationen zwischen Iran und Oman weiterführen
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