Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Lebensgefährliches Verhalten im Bahnverkehr
Osnabrück () – Ein 46-jähriger Mann aus München hat am Sonntagnachmittag eine lebensgefährliche Aktion unternommen, als er auf dem Trittbrett eines ICEs von Berlin nach Amsterdam mitfuhr. Wie die Bundespolizei Münster am Montag mitteilte, hatte der Reisende im Hauptbahnhof Osnabrück den Zug für eine Zigarettenpause verlassen und sich dabei mehrere Meter vom Zug entfernt.
Als er zurückkehrte, waren die Türen für die Weiterfahrt bereits geschlossen.
In Panik um sein im Zug zurückgelassenes Gepäck stieg der Mann bei der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof zwischen zwei Waggons auf ein schmales Trittbrett. Eine Bahnmitarbeiterin auf dem Bahnsteig bemerkte die Situation und löste die interne Rettungskette aus.
Der Triebfahrzeugführer leitete daraufhin zwischen Laggenbeck und Ibbenbüren eine Schnellbremsung ein. Zusammen mit dem Zugchef fand er den Trittbrettfahrer leicht geschockt, aber körperlich unversehrt zwischen zwei Waggons, wo er sich an einer Eisenstange festhielt.
Der Mann wurde an die alarmierten Einsatzkräfte der Bundespolizei übergeben.
Gegen den deutschen Staatsangehörigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr eingeleitet. Die Bundespolizei warnt eindringlich vor solchen Aktionen: Bei Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h haben Stürze vom Zug in der Regel nur geringe Überlebenschancen.
Durch den Vorfall entstanden bei zwölf Zügen Verspätungszeiten von insgesamt 266 Minuten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundespolizei (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ein 46-jähriger Mann aus München fuhr auf dem Trittbrett eines ICEs von Berlin nach Amsterdam mit.
- Er hatte bei einer Zigarettenpause seinen Platz verlassen und stieg in Panik wieder in den Zug ein.
- Der Zug wurde nach dem Vorfall gestoppt, der Mann blieb unverletzt und es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Warum ist das wichtig?
- Gefährliche Aktionen im Bahnverkehr können fatale Folgen haben.
- Risiken für die eigene Sicherheit und die anderer Reisender erheblich.
- Störungen im Bahnverkehr führen zu Verspätungen und beeinträchtigen den Betrieb.
Wer ist betroffen?
- 46-jähriger Mann aus München
- Bundespolizei
- Bahnmitarbeiterin
Zahlen/Fakten?
- 46-jähriger Mann aus München
- Verspätungen bei zwölf Zügen: insgesamt 266 Minuten
- Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h
Wie geht’s weiter?
- Ermittlungsverfahren gegen den Mann wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr
- Bundespolizei warnt vor ähnlichen Aktionen
- Keine weiteren Angaben zur weiteren Vorgehensweise
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