Autokrise: Bosch-Chef schließt noch größeren Jobabbau nicht aus

25. April 2026
1 min Lesezeit

Autokrise: Bosch-Chef schließt noch größeren Jobabbau nicht aus

Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Bosch plant Stellenabbau in Gerlingen

Gerlingen () – Bosch wird möglicherweise mehr Arbeitsplätze streichen als bisher geplant. „Sollten wir noch größere Probleme in der Autoindustrie bekommen, werden wir mehr Stellen abbauen müssen“, sagte der Chef des Technologiekonzerns, Stefan Hartung, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

„Aber das ist im Moment nicht unsere Annahme. Einzelne Maßnahmen werden sicher notwendig werden, dann aber immer nur spezifische Standorte betreffen.“

Bisher plant Bosch, rund 22.000 Arbeitsplätze in abzubauen, vor allem im Autozulieferbereich.

Der Abbau soll sich bis etwa 2030 erstrecken.

„Dieser Weg ist unangenehm und führt zu vielen Sorgen in unserer Belegschaft – auch wenn wir den Abbau möglichst sozialverträglich gestalten, etwa mit Regelungen zur Frühverrentung“, sagte Hartung. „Dafür nehmen wir auch ein negatives Ergebnis in Kauf. Niemand kann in die Zukunft blicken, aber wenn sich die Lage nicht weiter verschlechtert, bleibt es bei dieser Planung.“

Zugleich mahnte Hartung, das europäische Verbrennerverbot auch wirklich zu kippen.

„Nach 2035 darf nach jetzigem Stand kein Fahrzeug mehr mit Verbrennungsmotor ausgeliefert werden. Und das steht im vollen Kontrast zu allen anderen Regionen der Welt“, sagte er.

„Europa riskiert damit ein weiteres Schrumpfen der Automobil- und Zulieferindustrie.“

Der Bosch-Chef ließ Zweifel erkennen, ob das angekündigte Aus vom Verbrenner-Aus tatsächlich umgesetzt wird.

„Wenn es tatsächlich zu einer Flexibilisierung kommt, können hybride Fahrzeuge mit einem kleinen Verbrenner zur Erhöhung der Reichweite weiter angeboten werden“, sagte er. „Eine mögliche Lösung wurde schon mehrfach verkündet. Ich warte aber ab, wie die Regulierung endgültig ausfällt.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Autoproduktion (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bosch plant möglichen Abbau von mehr als 22.000 Arbeitsplätzen in Deutschland, vor allem im Autozulieferbereich.
  • Stefan Hartung äußert, dass weitere Stellenstreichungen von der Situation in der Autoindustrie abhängen.
  • Er betont die Notwendigkeit einer Flexibilisierung beim geplanten Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.

Warum ist das wichtig?

  • Möglicher Stellenabbau bei Bosch könnte über 22.000 Arbeitsplätze hinausgehen.
  • Unsicherheit in der Autoindustrie erfordert Anpassungen und steigert Sorgen bei der Belegschaft.
  • Notwendigkeit der Flexibilisierung des europäischen Verbrennerverbots für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche.

Wer ist betroffen?

  • Bosch-Mitarbeiter
  • Beschäftigte im Autozulieferbereich
  • Belegschaft in Deutschland

Zahlen/Fakten?

  • Bosch plant, rund 22.000 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen, hauptsächlich im Autozulieferbereich.
  • Der Abbau soll bis etwa 2030 dauern.
  • Bosch-Chef äußert Sorgen über das europäische Verbrennerverbot ab 2035.

Wie geht’s weiter?

  • Möglicherweise mehr Arbeitsplätze streichen bei Bosch als geplant.
  • Geplante Stellenabbau bis 2030, ca. 22.000 in Deutschland.
  • Abhängig von der Entwicklung in der Autoindustrie und möglichen regulatorischen Änderungen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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