Zahl der Grundsicherungsempfänger in Rheinland-Pfalz steigt

23. April 2026
1 min Lesezeit

Zahl der Grundsicherungsempfänger in Rheinland-Pfalz steigt

Rheinland-Pfalz - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Entwicklungen in Rheinland-Pfalz

Bad Ems () – Die Zahl der Bezieher von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist in weiter gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems am Donnerstag mitteilte, erhielten im Dezember vergangenen Jahres mehr als 57.900 Personen diese Sozialleistung.

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um mehr als 1.700 Personen oder drei Prozent.

Gegenüber 2020 ergibt sich ein kontinuierlicher jährlicher Zuwachs um insgesamt mehr als 8.700 Personen bzw. 18 Prozent. Der Anteil der Leistungsempfängerinnen und -empfänger an der volljährigen Gesamtbevölkerung lag Ende 2025 bei 1,7 Prozent.

Grundsicherung im Alter erhalten Personen, die die im SGB XII festgelegte Altersgrenze (im Dezember 2025: 66 Jahre und 2 Monate) erreicht bzw. überschritten haben und ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen sicherstellen können.

Ende 2025 wurde diese Hilfeart 33.100 Leistungsempfängerinnen und -empfängern gewährt. Das sind rund 8.500 Personen (34 Prozent) mehr als noch vor fünf Jahren.

Frauen (Anteil: 58 Prozent) nahmen diese Leistungen häufiger in Anspruch als Männer. Der Anteil der Leistungsbeziehenden an der Bevölkerung im Alter von 66 Jahren und zwei Monaten und älter lag bei rund vier Prozent.

Zwei von fünf Leistungsbeziehenden (43 Prozent bzw. 24.800 Personen) der Grundsicherung standen dem Arbeitsmarkt wegen einer dauerhaft vollen Erwerbsminderung nicht mehr zur Verfügung.

Knapp ein Prozent der volljährigen Bevölkerung unter der Altersgrenze wurden zum Stichtag durch entsprechende Leistungen unterstützt; rund 56 Prozent davon waren Männer. Die Zahl der Leistungsbeziehenden ist gegenüber dem Jahr 2020 um ein Prozent gestiegen.

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Inanspruchnahme von Grundsicherung.

So kamen in den kreisfreien Städten auf 1.000 volljährige Einwohnerinnen und Einwohner im Durchschnitt 24 Leistungsempfängerinnen und -empfänger, in den Landkreisen waren es hingegen 14. Speziell bei der Grundsicherung im Alter fallen die regionalen Unterschiede noch größer aus. Im Mittel aller Landkreise lag dieser Wert bei 31 je 1.000 der hier maßgeblichen Bevölkerungsgruppe; in den kreisfreien Städten hingegen bei rund 68

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Jobcenter (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Zahl der Bezieher von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in Rheinland-Pfalz gestiegen auf mehr als 57.900 Personen.
  • Anstieg um über 1.700 Personen bzw. drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Starker regionaler Unterschied in der Inanspruchnahme von Grundsicherung zwischen kreisfreien Städten und Landkreisen.

Warum ist das wichtig?

  • Anstieg der Grundsicherungsbezieher zeigt wachsende Altersarmut.
  • Hoher Anteil von Frauen unter den Leistungsempfängern weist auf geschlechtsspezifische soziale Unterschiede hin.
  • Regionale Unterschiede in der Inanspruchnahme verdeutlichen ungleiche Lebensbedingungen.

Wer ist betroffen?

  • Bezieher von Grundsicherung im Alter
  • Bezieher von Grundsicherung bei Erwerbsminderung
  • Frauen und Männer, wobei Frauen häufiger Leistungen in Anspruch nehmen

Zahlen/Fakten?

  • 57.900 Personen erhielten im Dezember 2022 Grundsicherung.
  • Anstieg um mehr als 1.700 Personen (3 %) gegenüber dem Vorjahr.
  • 1,7 % der volljährigen Gesamtbevölkerung waren Leistungsbezieher Ende 2022.

Wie geht’s weiter?

  • Anstieg der Grundsicherung für 2026 erwartet
  • Regionale Unterschiede in der Inanspruchnahme werden weiter analysiert
  • Maßnahmen zur Unterstützung von erwerbsgeminderten Personen könnten ausgeweitet werden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss