Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik Berlin: KI-Regulierung und Medienrechte
Berlin () – Die Bundesregierung hat zurückhaltend auf den Appell von ARD, ZDF und mehreren Medienverbänden für politischen Schutz gegen KI-Ausbeutung reagiert.
„Die Bundesregierung wird das sicher in dem Fachbereich zur Kenntnis genommen haben“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch der . „Wir kennen die Probleme, die sich durch die KI-Nutzung ergeben, und wir sind sicherlich auch mit den Verlagen im Austausch“. Da gebe es durch die Verbände immer wieder Vorstöße auch zur Bundesregierung, um die Position klarzumachen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte in der Vergangenheit mehrfach deutlich gemacht, dass er eigentlich weniger KI-Regulierung für notwendig hält. Kornelius sieht darin aber offenbar keinen Widerspruch. „Der KI-Regulierungsrahmen, der von der Europäischen Union gesetzt wird, beinhaltet auch, dass man im Detail über die Auswirkungen auf einzelne Branchen nachdenkt“, sagte er. „Da geht es vor allem um die Nutzung von Daten und sozusagen die Datenhoheit der Verlage selbst.“
Die Medienverbände hatten den Appell am Dienstag veröffentlicht. „Damit Medienunternehmen auch künftig eine vielfältige und demokratische Öffentlichkeit sichern können, braucht es faire Rahmenbedingungen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der öffentlich-rechtlichen Sender und der Verbände BDZV, MVFP und VAUNET.
Konkret angemahnt werden Medien-, wettbewerbs- und urheberrechtliche Regelungen. Publizistische Medienanbieter müssten „die volle Kontrolle über die Nutzung ihrer Inhalte durch KI-Anbieter und -Plattformen behalten“, heißt es in dem Forderungstext. Dies gelte insbesondere für die Verwendung redaktioneller Inhalte zum Training, aber auch für die Entwicklung KI-basierter Konkurrenzangebote zu Medienanbietern. Die Entscheidung über die Nutzung journalistischer Inhalte durch KI-Anbieter und Plattformen müsse „der Hoheit der publizistischen Medienanbieter“ unterliegen.
„Es bedarf darüber hinaus klarer in Deutschland durchsetzbarer Rechte, die KI-Plattformen, die auf journalistische Inhalte zugreifen oder diese wirtschaftlich verwerten, zu einer angemessenen Vergütung der Medienanbieter verpflichten“, heißt es in dem Appell weiter. „Dies setzt die Offenlegung der Nutzung und Verwendung der journalistisch-redaktionellen Inhalte voraus.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Mikrofone von Journalisten (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf Appell von ARD, ZDF und Medienverbänden für politischen Schutz gegen KI-Ausbeutung.
- Medienverbände fordern faire Rahmenbedingungen und Kontrolle über die Nutzung ihrer Inhalte durch KI-Anbieter.
- Es wird auf die Notwendigkeit klarer Rechte für angemessene Vergütung von Medienanbietern hingewiesen.
Warum ist das wichtig?
- Schutz der Medienunternehmen vor unangemessener KI-Nutzung
- Sicherstellung fairer Rahmenbedingungen für eine demokratische Öffentlichkeit
- Kontrolle über eigene Inhalte und angemessene Vergütung durch KI-Anbieter
Wer ist betroffen?
- Medienunternehmen
- Verlage
- Publizistische Medienanbieter
Zahlen/Fakten?
- Bundesregierung hat zurückhaltend auf Appell von ARD, ZDF und Medienverbänden reagiert
- Medienverbände fordern faire Rahmenbedingungen zur Sicherung einer demokratischen Öffentlichkeit
- KI-Plattformen sollen zu angemessener Vergütung der Medienanbieter verpflichtet werden
Wie geht’s weiter?
- Bundesregierung nimmt Appell zur Kenntnis und steht im Austausch mit Verlagen
- Diskussion über faire Rahmenbedingungen und Kontrolle der Inhalte durch Medienanbieter
- Anforderungen an klare Rechte und angemessene Vergütung für Medienanbieter bei Nutzung durch KI-Plattformen
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