Gesundheitsministerium erwartet Wechselwelle zur PKV

22. April 2026
1 min Lesezeit

Gesundheitsministerium erwartet Wechselwelle zur PKV

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitssystem in Deutschland unter Druck

() – Die geplante Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) dürfte zu einer Wechselwelle in die private Krankenversicherung führen. Das Gesundheitsministerium kalkuliert im Zuge der Reform mit einem „Abwanderungseffekt“ bei etwa 100.000 bisherigen GKV-Mitgliedern, die in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln, wie der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des „Spiegel“ hervorgeht.

Laut der von Warken eingesetzten Finanzkommission Gesundheit lag der Wanderungssaldo von GKV-Mitgliedern in die PKV zuletzt schon zwischen 81.000 (2024) und 102.000 (2025). Ein Plus von 100.000 weiteren Wechslern durch die Reform würde diese Zahlen also ungefähr verdoppeln.

Hintergrund ist die geplante außerplanmäßige Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung um 300 Euro. Dieser Schritt belastet Bezieher höherer Einkommen, die an oder über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen.

Deren Zahl ist offenbar auch kleiner als zuletzt angenommen. Das Ministerium geht von 5,4 Millionen Betroffenen der Anhebung aus. Analysen von Ökonomen waren hingegen bislang von etwa 6,3 Millionen Personen ausgegangen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesministerium für Gesundheit (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der GKV geplant
  • Erwartete Wechselwelle von etwa 100.000 GKV-Mitgliedern in die PKV
  • Anzahl der von der Anhebung betroffenen Personen beträgt laut Ministerium 5,4 Millionen

Warum ist das wichtig?

  • Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze könnte Wechsel in private Krankenversicherung auslösen.
  • Bis zu 100.000 zusätzliche Abwanderungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Veränderung betrifft Einkommensbezieher an oder über der neuen Grenzlinie.

Wer ist betroffen?

  • etwa 100.000 bisherige GKV-Mitglieder
  • Bezieher höherer Einkommen
  • 5,4 Millionen Betroffene der Anhebung

Zahlen/Fakten?

  • 100.000 GKV-Mitglieder könnten in die PKV wechseln
  • Wanderungssaldo von GKV-Mitgliedern in die PKV lag zuletzt zwischen 81.000 (2024) und 102.000 (2025)
  • 5,4 Millionen Betroffene der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze

Wie geht’s weiter?

  • Wechselwelle von GKV zu PKV durch Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze
  • Erwarteter Abwanderungseffekt von etwa 100.000 GKV-Mitgliedern
  • Wandersaldo könnte sich auf 181.000 bis 202.000 Wechsler erhöhen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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