Industrieproduktion in NRW erneut rückläufig

20. April 2026
1 min Lesezeit

Industrieproduktion in NRW erneut rückläufig

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftsnachrichten aus Nordrhein-Westfalen

() – Der NRW-Absatzwert war im Jahr 2025 nominal (also nicht preisbereinigt) um 6,9 Milliarden Euro bzw. 2,2 % niedriger als ein Jahr zuvor. Demnach sind in den 9.753 produzierenden Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden zum Absatz bestimmte Waren im Wert von 310 Milliarden Euro hergestellt worden, wie Information und Technik als Statistisches Landesamt am Montag mitteilte.

Gegenüber dem Jahr 2020 stieg der Absatzwert nominal um 43,5 Milliarden Euro bzw. 16,3 % und gegenüber 2015 um 27,1 Milliarden Euro bzw. 9,6 %.

Innerhalb der sechs produktionsstärksten Güterabteilungen war 2025 nur in der Herstellung von „Nahrungs- und Futtermitteln“ eine nominale Steigerung des Absatzwertes von 4,2 % auf 40,7 Milliarden Euro zu verzeichnen.

Rückläufig waren hingegen der Absatzwert in der „Chemischen Industrie“ mit einem Minus von 5,9 % auf 38,1 Milliarden Euro sowie der Absatzwert in der „Metallerzeugung und -bearbeitung“, welcher um 5,1 % auf 36,5 Milliarden Euro sank.

Weiterhin gab es Rückgänge im Bereich „Kraftwagen und Kraftwagenteile“ – hier sank der Absatzwert um 3,9 % auf 16,7 Milliarden Euro – und bei den „Metallerzeugnissen“, die mit 29,5 Milliarden Euro um 2,5 % unter dem Vorjahresergebnis lagen. Auch die wertmäßig größte Güterabteilung in NRW – der „Maschinenbau“ – vermeldete einen Rückgang von 1,0 % auf 42,8 Milliarden Euro.

Die Verteilung der Industrieproduktion war 2025 in den kreisfreien Städten und Kreisen unterschiedlich.

Den höchsten Anteil am NRW-Absatzwert ermittelte das Statistische Landesamt mit 6,1 % für die Betriebe im Kreis ; 18,9 Milliarden Euro wurden dort erzielt. Es folgten die Betriebe in der kreisfreien Stadt (4,5 %; 14,0 Milliarden Euro) und im Märkischen Kreis (4,3 %; 13,3 Milliarden Euro).

Die geringsten Anteile erzielten mit jeweils 0,3 % die Betriebe in den kreisfreien Städten (1,1 Milliarden Euro), Bonn (0,9 Milliarden Euro) und Bottrop (0,8 Milliarden Euro).

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stahlproduktion (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Absatzwert in NRW 2025 um 6,9 Milliarden Euro bzw. 2,2 % niedriger als 2024
  • Steigerung gegenüber 2020 um 43,5 Milliarden Euro bzw. 16,3 %
  • Rückgänge in mehreren Industriebereichen, u.a. Chemische Industrie und Maschinenbau

Warum ist das wichtig?

  • Rückgang des Absatzwerts in NRW zeigt wirtschaftliche Herausforderungen auf.
  • Unterschiede in der Produktionsverteilung können regionale Ungleichheiten verstärken.
  • Steigerungen in spezifischen Sektoren deuten auf mögliche Wachstumschancen.

Wer ist betroffen?

  • Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe
  • Betriebe im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden
  • Betriebe in Nordrhein-Westfalen

Zahlen/Fakten?

  • NRW-Absatzwert 2025: 310 Milliarden Euro, Rückgang um 6,9 Milliarden Euro (2,2 %)
  • Absatzwert gegenüber 2020: +43,5 Milliarden Euro (16,3 %), gegenüber 2015: +27,1 Milliarden Euro (9,6 %)
  • Höchster Anteil am NRW-Absatzwert: Kreis Gütersloh (6,1 %; 18,9 Milliarden Euro)

Wie geht’s weiter?

  • Beobachtung der Marktentwicklungen und Anpassung der Produktionsstrategien
  • Fokus auf steigende Güterabteilungen, insbesondere "Nahrungs- und Futtermittel"
  • Analyse der rückläufigen Branchen zur Identifikation von Verbesserungsmöglichkeiten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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