Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Unsicherheiten bei Gesetzesverabschiedungen in Berlin
Berlin () – Eine Verabschiedung des Tariftreuegesetzes und des Vergabebeschleunigungsgesetzes noch in diesem Jahr wird zunehmend unwahrscheinlich. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Politico unter Berufung auf Fraktionskreise. Beide Gesetze sind politisch miteinander verknüpft und sollten ursprünglich 2025 abgeschlossen werden.
Nach Kabinettsbeschluss im Sommer und erster Lesung im Oktober steckt der Prozess den Angaben zufolge nun fest. Damit wird das Sondervermögen – für 2026 sind knapp 60 Milliarden Euro eingeplant – nach alten Vergaberegeln ausgegeben. Beim Tariftreuegesetz liegen die Beratungen zwischen SPD und Union demnach auf Eis. Trotz neun Berichterstattergesprächen gibt es keinen Durchbruch.
Als strittig gelten nach Informationen des Magazins insbesondere drei Punkte. So soll nach dem Entwurf eine Rechtsverordnung des Arbeitsministeriums regeln, dass entweder eine Gewerkschaft oder ein Arbeitgeberverband die Festlegung tariflicher Arbeitsbedingungen beantragen kann. Die Union fordert hingegen einen gemeinsamen Antrag beider Tarifpartner. Zudem bedarf es für die Festlegung aktuell nur der Zustimmung des Arbeitsministeriums von Bärbel Bas (SPD).
Die Union bringt ins Gespräch, dass künftig das gesamte Kabinett zustimmen soll. Zudem fordert die Union, die Handelsbranche auszuklammern – wie es mehrere Länder bereits handhaben. Da weder Berichterstatter noch Arbeitsgruppen eine Lösung fanden, liegt das Gesetz inzwischen bei den Fraktionsvizes.
Beim Vergabebeschleunigungsgesetz fielen mehrere Gespräche auf Unionsseite krankheitsbedingt aus, wie Politico berichtet. Experten kritisieren zudem den Plan, kleinere Lose zur stärkeren Beteiligung von Mittelständlern zu vergeben. In beiden Fraktionen wird inzwischen grundsätzlich diskutiert, ob Gesamtvergaben (schneller) oder die Losaufteilung (mittelstandsfreundlicher) Vorrang haben sollen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundestagssitzung (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Verabschiedung des Tariftreuegesetzes und Vergabebeschleunigungsgesetzes wird zunehmend unwahrscheinlich.
- Beratungen zwischen SPD und Union zum Tariftreuegesetz liegen auf Eis, es gibt keinen Durchbruch.
- Diskussionen über das Vergabebeschleunigungsgesetz stocken aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle auf Unionsseite.
Warum ist das wichtig?
- Verzögerung bei der Verabschiedung wichtiger Gesetze beeinträchtigt die Planungssicherheit.
- Hohe finanzielle Mittel (60 Milliarden Euro) sollen nach alten Regelungen ausgegeben werden.
- Streitpunkte zwischen den politischen Fraktionen erschweren Einigung und Fortschritt.
Wer ist betroffen?
- Beschäftigte in tarifgebundenen Branchen
- Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände
- Politik und Fraktionen im Bundestag
Zahlen/Fakten?
- 60 Milliarden Euro Sondervermögen für 2026 eingeplant
- Beratungen zwischen SPD und Union zum Tariftreuegesetz derzeit auf Eis
- Keine Einigung trotz neun Berichterstattergesprächen
Wie geht’s weiter?
- Verabschiedung der Gesetze zunehmend unwahrscheinlich
- Beratungen zwischen SPD und Union auf Eis
- Keine Einigung in den strittigen Punkten
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