Memorial in Russland als "extremistisch" eingestuft

9. April 2026
1 min Lesezeit

Memorial in Russland als "extremistisch" eingestuft

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Menschenrechte und Justiz in Russland

Moskau () – Die Menschenrechtsorganisation Memorial ist in Russland offiziell als „extremistisch“ eingestuft worden. Der Oberste Gerichtshof Russlands verbot am Donnerstag jegliche Tätigkeit von Memorial auf dem russischen Staatsgebiet, wie mehrere russische Medien übereinstimmend berichten. Betroffen sind demnach auch Unterorganisationen.

Memorial wurde 1989 in der Sowjetunion gegründet. Schwerpunkte der Arbeit der Organisation waren die historische Aufarbeitung politischer Gewaltherrschaft, das Eintreten für die Einhaltung der Menschenrechte und die soziale Fürsorge für die Überlebenden sowjetischer Gulags. Vor allem seit 2012 war der Druck russischer Behörden auf Memorial immer weiter gewachsen. So landete die Vereinigung 2016 auf der Liste für „ausländische Agenten“.

Später wurde bereits die Auflösung von Memorial angeordnet. Dennoch erhielt die Organisation im Jahr 2022 den Friedensnobelpreis. Die jüngste Gerichtsverhandlung gegen Memorial fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Fahne von Russland (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Menschenrechtsorganisation Memorial in Russland als "extremistisch" eingestuft
  • Oberster Gerichtshof Russlands verbot jegliche Tätigkeit von Memorial
  • Organisation wurde 1989 gegründet, Schwerpunkt auf historische Aufarbeitung und Menschenrechte

Warum ist das wichtig?

  • Einschränkung der Menschenrechte und der Zivilgesellschaft in Russland
  • Unterdrückung kritischer Stimmen und historischer Aufarbeitung
  • Risiko für andere Organisationen und Aktivisten durch das Urteil

Wer ist betroffen?

  • Menschenrechtsorganisation Memorial
  • Unterorganisationen von Memorial
  • Überlebende sowjetischer Gulags

Zahlen/Fakten?

  • Memorial wurde 1989 gegründet.
  • 2016 landete die Organisation auf der Liste für "ausländische Agenten".
  • 2022 erhielt Memorial den Friedensnobelpreis.

Wie geht’s weiter?

  • Weitere rechtliche Schritte gegen Memorial abwarten
  • Mögliche internationale Reaktionen und Druck auf Russland
  • Folgen für die Überlebenden und Angehörigen der Gulags klären
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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