Arbeitgeber rechnen mit wirtschaftlicher Verschlechterung

4. April 2026
1 min Lesezeit

Arbeitgeber rechnen mit wirtschaftlicher Verschlechterung

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Erwartungen in Deutschland sinken

() – Die Mehrheit der Unternehmen in rechnet mit einer weiteren Eintrübung der Konjunktur. 63 Prozent erwarten in den kommenden sechs Monaten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, so das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Die „Bild am Sonntag“ hatte die Zahlen vorab bekommen.

Verglichen mit der BDA-Umfrage vom November 2025 haben sich die Erwartungen demnach deutlich verschlechtert. Nur noch sechs Prozent der Betriebe rechnen mit einer Verbesserung, während 63 Prozent (+ 11 Prozentpunkte) von einer Verschlechterung ausgehen. 29 Prozent erwarten keine Veränderung.

Besonders pessimistisch zeigt sich das Baugewerbe, während das Gastgewerbe vergleichsweise seltener mit einem Abschwung rechnet. Als größtes Problem nennen die Unternehmen weiterhin Vorschriften und bürokratische Anforderungen. 83 Prozent sehen darin die größte Belastung.

Die eigene wirtschaftliche Lage bewerten 62 Prozent der Unternehmen noch als gut oder sehr gut (Vorjahr: 67 Prozent), 37 Prozent hingegen als weniger gut oder schlecht (Vorjahr: 33 Prozent).

Auch die Zufriedenheit mit der Bundesregierung bleibt auf niedrigem Niveau. Sie ist von 21 Prozent im vergangenen Jahr auf 19 Prozent gesunken. 78 Prozent der Befragten sind weniger oder gar nicht zufrieden (77 Prozent im Vorjahr). Mit der Politik für Wirtschaft und Arbeitsmarkt zeigen sich nur noch 10 Prozent der Unternehmen zufrieden.

Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger sagte der „Bild am Sonntag“: „Unternehmer sind Optimisten – aber keine Träumer. Seit fast einem Jahr wartet die Wirtschaft auf echte Impulse für Wachstum. Viele Betriebe sind ernüchtert: 63 Prozent erwarten eine Verschlechterung der Lage. Das ist ein Alarmsignal, das die Politik nicht überhören darf.“ Dulger: „Wir stehen an einer Wegmarke: Entweder es kommt jetzt ein großes Reformpaket – oder Deutschland rutscht weiter ab.“

Für das sogenannte „Arbeitgeber-Barometer“ befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.001 Unternehmen aus der Privatwirtschaft in Deutschland mit mindestens zehn Mitarbeitern. Befragungszeitraum: 23. Februar bis 20. März 2026.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Chemie-Anlagen (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • 63 Prozent der Unternehmen in Deutschland erwarten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den nächsten sechs Monaten.
  • Pessimismus ist besonders im Baugewerbe ausgeprägt, während das Gastgewerbe optimistischer ist.
  • 83 Prozent der Unternehmen nennen bürokratische Anforderungen als größte Belastung.

Warum ist das wichtig?

  • 63 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, was auf eine pessimistische Konjunkturprognose hinweist.
  • 83 Prozent der Unternehmen empfinden Vorschriften und bürokratische Anforderungen als größte Belastung, was Reformbedarf signalisiert.
  • Sinkende Zufriedenheit mit der Bundesregierung kann die Unternehmenspolitik und -entscheide negativ beeinflussen.

Wer ist betroffen?

  • Unternehmen in Deutschland
  • Baugewerbe
  • Gastgewerbe

Zahlen/Fakten?

  • 63 Prozent der Unternehmen erwarten Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage
  • 83 Prozent sehen Vorschriften und bürokratische Anforderungen als größte Belastung
  • 62 Prozent bewerten ihre eigene wirtschaftliche Lage als gut oder sehr gut

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Eintrübung der Konjunktur erwartet
  • Notwendigkeit eines großen Reformpakets betont
  • Politikmaßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage gefordert
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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