Zahl der Asyl-Erstanträge in Deutschland geht zurück

2. April 2026
1 min Lesezeit

Zahl der Asyl-Erstanträge in Deutschland geht zurück

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Asylpolitik in Deutschland: Aktuelle Trends

() – Die Zahl der Menschen, die in erstmals einen Asylantrag gestellt haben, ist im März 2026 im Vergleich zum Vorjahr erneut zurückgegangen. Nach aktuellen Daten des Bundesinnenministeriums, über die „Bild“ berichtet, wurden im vergangenen Monat 6.981 Erstanträge registriert.

Dies entspricht einem Rückgang von rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat (März 2025: 8.983 Anträge). Im ersten Quartal dieses Jahres stellten insgesamt 21.617 Flüchtlinge erstmals einen Asylantrag, im Vorjahreszeitraum waren es noch 35.657 gewesen (minus 39 Prozent).

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertete die Entwicklung als Erfolg der aktuellen Regierungslinie. „Die Asylwende wirkt. Die Asylzahlen gehen weiter runter“, sagte Dobrindt dem Blatt. Der Minister kündigte an, die eingeschlagene Strategie beizubehalten. „Wir gehen unseren Weg von Kontrolle, Kurs und klare Kante konsequent weiter.“

Bei den Erstanträgen handelt es sich um Asylgesuche von Migranten, die zuvor noch keinen entsprechenden Antrag in der Bundesrepublik gestellt hatten. Einen starken Rückgang gab es auch bei der Zahl der Einreisen ohne Visum oder Aufenthaltstitel nach Deutschland. So stellte die Bundespolizei an allen deutschen Land-, Luft- und Seegrenzen von Januar bis März 2026 genau 12.147 solcher Einreisen fest – den niedrigsten Wert seit dem Corona-Jahr 2021 (9.653 Einreisen ohne Visum oder Aufenthaltstitel). In Spitzenjahren 2023 und 2024 waren es jeweils knapp 20.000 Fälle.

„Saisontypisch bewegen sich die Feststellungen illegaler Migration an den deutschen Grenzen derzeit auf einem niedrigen Niveau“, heißt es dazu in einem internen Bericht der deutschen Sicherheitsbehörden, über den die „Bild“ berichtet. Hauptgrund neben der Jahreszeit sind demnach „nachhaltig reduzierte Migrationsbewegungen“ von Personen aus den „Hauptherkunftsländern , , Türkei“ und neue „Zielländer“ wie , Großbritannien, Skandinavien.

Seitdem die Grenzkontrollen vor knapp 11 Monaten (7. Mai 2025) verschärft wurden, stellte die Bundespolizei zudem 43.432 Einreisen ohne Visum oder Aufenthaltstitel fest. Dabei wurden 31.725 Personen sofort zurückgewiesen. Das sind knapp Dreiviertel (73 Prozent) aller Fälle. In 278 Fällen wurde besonders verletzlichen Personen (Alte, Kranke, Kinder) die Einreise ermöglicht. Laut einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts (VG) Berlin sind Zurückweisungen von Asylsuchenden rechtswidrig, wenn nicht zuvor geklärt wird, welcher EU-Staat für den Asylantrag zuständig ist.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Zahl der Erstanträge auf Asyl in Deutschland im März 2026 auf 6.981 gesunken (minus 22 Prozent im Vergleich zu März 2025).
  • Rückgang der Asylanträge im ersten Quartal 2026 um 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Starke Abnahme der illegalen Einreisen ohne Visum, mit 12.147 Feststellungen von Januar bis März 2026.

Warum ist das wichtig?

  • Rückgang der Asylanträge zeigt Effekt der aktuellen Regierungspolitik
  • Geringere Einreisen ohne Visum deuten auf kontrollierte Migration hin
  • Veränderungen in Migrationsbewegungen können langfristige Implikationen für die Flüchtlingspolitik haben

Wer ist betroffen?

  • Migranten, die einen Asylantrag stellen
  • Personen, die ohne Visum oder Aufenthaltstitel einreisen
  • Besonders verletzliche Personen (Alte, Kranke, Kinder)

Zahlen/Fakten?

  • 6.981 Erstanträge im März 2026
  • Rückgang um 22 Prozent im Vergleich zu März 2025
  • 21.617 Erstanträge im ersten Quartal 2026, minus 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
  • 12.147 Einreisen ohne Visum oder Aufenthaltstitel von Januar bis März 2026
  • Niedrigster Wert seit 2021
  • 43.432 Einreisen ohne Visum seit 7. Mai 2025, 73 Prozent sofort zurückgewiesen

Wie geht’s weiter?

  • Fortsetzung der aktuellen Regierungslinie zur Asylpolitik
  • Beibehaltung der Strategie von Kontrolle und klarer Kante
  • Fokus auf weitere Reduzierung illegaler Migration
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss