Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Mehrwertsteuer und steuerliche Reformen im Saarland
Berlin () – Die saarländische SPD-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) sieht eine mögliche Mehrwertsteuererhöhung skeptisch. „Ich habe dabei ein erhebliches Störgefühl. Das macht das Leben für alle noch teurer als eh schon“, sagte Rehlinger dem „Handelsblatt“.
„Ich bin eher dafür, bei der Einkommenssteuer 95 Prozent der Steuerzahler zu entlasten, aber bei den absoluten Spitzenverdienern etwas mehr zu nehmen.“
Die Bundesregierung diskutiert derzeit intern über eine mögliche Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent. Im Gegenzug könnten der ermäßigte Satz von sieben Prozent und ebenso die Steuern und Abgaben auf Arbeitseinkommen gesenkt werden.
Eine von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgeschlagene Abschaffung des Ehegattensplittings hält Rehlinger dagegen grundlegend für sinnvoll. „Wichtig ist aber: Wer heute vom Ehegattensplitting profitiert, soll das auch behalten können.“
Um die Einnahmen zu erhöhen, plädiert Rehlinger für eine höhere Erbschaftsteuer. „Es ist nicht gerecht, dass jemand, der ein paar Hunderttausend erbt, prozentual deutlich mehr Steuern zahlt als jemand, der viele Millionen erbt. Daran etwas zu ändern, wäre Steuerdurchsetzung, nicht Steuererhöhung.“ Die SPD will an diesem Freitag auf einer Konferenz ihr Reformprogramm für die kommenden Monate abstecken.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anke Rehlinger (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Anke Rehlinger äußert Skepsis gegenüber einer möglichen Mehrwertsteuererhöhung.
- Sie befürwortet eine Entlastung für 95 Prozent der Steuerzahler bei der Einkommenssteuer.
- Rehlinger spricht sich für eine höhere Erbschaftsteuer aus, um die Steuerlast gerechter zu gestalten.
Warum ist das wichtig?
- Skepsis gegenüber möglicher Mehrwertsteuererhöhung, da sie das Leben teurer macht
- Vorschlag zur Entlastung von 95 Prozent der Steuerzahler bei Einkommenssteuer
- Forderung nach gerechterer Erbschaftsteuer zur Anpassung der steuerlichen Belastung
Wer ist betroffen?
- Steuerzahler
- Spitzenverdiener
- Erben
Zahlen/Fakten?
- Mehrwertsteuer könnte von 19 auf 21 Prozent erhöht werden.
- 95 Prozent der Steuerzahler sollen bei der Einkommenssteuer entlastet werden.
- Höhere Erbschaftsteuer wird gefordert, um Einnahmen gerechter zu gestalten.
Wie geht’s weiter?
- Skeptische Haltung zur Mehrwertsteuererhöhung
- Vorschlag zur Entlastung der Einkommenssteuer für 95% der Steuerzahler
- SPD-Konferenz zur Diskussion des Reformprogramms für die kommenden Monate
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