Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: SPD-Mitgliederbegehren gegen Bürgergeldreform
Berlin () – Der SPD-Parteivorstand hat das Mitgliederbegehren gegen die Bürgergeldreform für zulässig erklärt. Damit ist der Weg zu einem offiziellen Mitgliederbegehren eröffnet, wie aus einem Beschlussvorschlag hervorgeht, über den der „Spiegel“ berichtet.
Die Initiatoren fordern den SPD-Vorstand auf, sich gegenüber der Bundestagsfraktion und den Mitgliedern dafür einzusetzen, dass „keine Verschärfung der Sanktionen beim Bürgergeld erfolgt“. Hierzu zähle etwa, dass Betroffenen Leistungen wie Wohngeld oder Kostenübernahme der Krankenversicherung nicht entzogen werden dürften und „dass das verfassungsrechtlich geschützte Existenzminimum nicht durch Sanktionen unterschritten wird“.
Der Parteivorstand solle zudem darauf hinwirken, dass das Bürgergeld zu einer „armutsfesten Grundsicherung“ weiterentwickelt werde. Dafür brauche es „bessere Unterstützung, Qualifizierung, Coaching und psychosoziale Hilfe“. „Neoliberalen sowie rechtspopulistischen Forderungen“ müsse die SPD-Führung eine Absage erteilen, indem sie Debatten „über vermeintliche `Arbeitsverweigerung` entgegentritt“. Stattdessen gelte es, die Diskussion auf die Ursachen von Armut und „reale Probleme wie den Niedriglohnsektor, Wohnungsmangel und Bildungsungleichheit“ zu lenken.
SPD-Mitglieder können auf einer internen Plattform nun darüber abstimmen, ob sie dem Vorschlag zustimmen. Sollte sich innerhalb von zwei Monaten ein Prozent der Mitglieder dafür aussprechen, wird ein offizielles Begehren eingeleitet. Sie sei zuversichtlich, dass dies gelingen werde, sagte Mit-Initiatorin Franziska Drohsel dem „Spiegel“. „Aus der Agenda 2010 und anderen Auseinandersetzungen in der Partei ist deutlich geworden, dass die SPD-Basis durchaus eine eigene Meinung zu dem Regierungshandeln der SPD hat und dies auch deutlich vertreten kann.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- SPD-Parteivorstand erklärt Mitgliederbegehren gegen Bürgergeldreform für zulässig.
- Initiatoren fordern keine Verschärfung der Sanktionen beim Bürgergeld und Weiterentwicklung zur armutsfesten Grundsicherung.
- Abstimmung unter SPD-Mitgliedern auf interner Plattform möglich; Bedarf von 1% Zustimmung für offizielles Begehren.
Warum ist das wichtig?
- Zulässigkeit des Mitgliederbegehrens stärkt die Basisdemokratie innerhalb der SPD.
- Fokussierung auf soziale Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung.
- Möglichkeit, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen und Mitgliedermeinungen zu berücksichtigen.
Wer ist betroffen?
- SPD-Mitglieder
- Betroffene von Bürgergeldreformen
- Personen im Niedriglohnsektor
Zahlen/Fakten?
- SPD-Parteivorstand erklärt Mitgliederbegehren gegen Bürgergeldreform für zulässig
- Ein Prozent der Mitglieder muss innerhalb von zwei Monaten zustimmen, um offizielles Begehren einzuleiten
- Forderung nach armutsfester Grundsicherung und besseren Unterstützungsangeboten
Wie geht’s weiter?
- SPD-Mitglieder können auf interner Plattform abstimmen
- Bei Zustimmung eines Prozent der Mitglieder innerhalb von zwei Monaten wird offizielles Begehren eingeleitet
- Ziel ist, Bürgergeld zu armutsfester Grundsicherung weiterzuentwickeln
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